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Karneval ist vorbei, die Fastenzeit hat begonnen. Ich habe drei Dinge ausgewählt, auf die ich verzichte, aber das mit den größten Auswirkungen auf mein Leben dürfte das Smartphone sein. Ich habe mein Galaxy jetzt seit fast zweieinhalb Jahren, und ich habe festgestellt, dass ich mich immer mehr darauf verlasse, immer online sein zu können. Sei es bei Radtouren oder in fremden Städten, wenn mir die Karte gerade nicht weiterhilft; sei es unterwegs im Zug, wo das Handy eine schnelle Möglichkeit der Unterhaltung bietet (meistens TVTropes, ohnehin ein Zeitfresser sondergleichen); sei es zuhause auf der Couch, wobei das dank des neuen Laptops (der auch als Tablet fungiert) schon besser geworden ist; sei es im Supermarkt, wenn ich das Handy zum schnellen Preisvergleich nutzen kann. (mehr …)

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Fastenzeit

Karneval ist fast vorbei – ich habe nicht viel gemacht, nur den Sonntag in Köln Brück mit dem Spielmannszug Lüdinghausen. Und heute wird noch der Umzug in Mönchengladbach vor meiner Haustür langziehen, den werde ich mir zumindest anschauen (und vielleicht bekomme ich ja noch spontan Lust, mich in die Menge zu stürzen). Aber morgen ist es definitiv vorbei, und die Fastenzeit steht an.

Ich habe irgendwo gelesen, dass sich viele Menschen vornehmen, in der Fastenzeit auf etwas zu verzichten, und auch ich will es so halten. Für dieses Jahr habe ich mir drei Dinge ausgewählt, die ich weglassen will (und zwar auch Sonntags – die Sonntage zählen wohl nicht zu den eigentlichen Fastentagen, aber es wäre mir zu blöde, dann am Sonntag alles wieder zurückzufahren). Zwei davon sind nicht neu, eines dürfte eine neue Erfahrung werden, gewissermaßen. Und alle drei dürften mir gut tun.

  1. Alkohol: Der Verzicht auf Alkohol in der Fastenzeit ist für mich schon normal, und ehrlich gesagt auch nicht besonders schwierig. All zu viele Gelegenheiten gibt es eh nicht in dieser Zeit, und ich trinke ohnehin nicht oft – aber es tut auf jeden Fall gut und ist gesund, also nutze ich die Fastenzeit als gute Gelegenheit.
  2. Facebook: Bis Ostern werde ich Facebook den Rücken kehren. Auch so etwas habe ich schon gemacht, abseits der Fastenzeit. Ich habe aber festgestellt, dass ich viel zu viel Zeit mit FB verbringe, also nutze ich auch hier die Gelegenheit, mich wieder etwas zu entwöhnen. Und im Gegensatz zu meiner letzten Facebook-Pause gilt das diesmal auch für den dienstlichen Gebrauch – sprich: Ich entferne das Lesezeichen, speere die Seite und bin raus. Nur dieses Blog wird weiterposten, weil es automatisch verbunden ist, aber das geht in Ordnung.
  3. Smartphone: Seit zweieinhalb Jahren besitze ich nun ein Smartphone mit Internetzugang, und ich habe festgestellt, dass ich es zuviel in der Hand habe. Geradezu ärgerlich finde ich es, wenn ich mich irgendwie nicht fernhalten kann von dem Gerät. Ich möchte wieder mehr Bücher lesen, Zeit sinnvoller verbringen, als auf einen kleinen Bildschirm zu starren. Daher wird mein Galaxy für die nächsten sechs Wochen eingemottet und abgeschaltet. Telefonisch werde ich weiterhin erreichbar sein – die SIM-Karte kommt in mein Ersatzhandy.

Ich freue mich auf diese Zeit. Ich verspreche mir mehr Ruhe außen und innen; vielleicht werde ich mehr Zeit im Gebet verbringen – das passt zu dieser Zeit und es passt zu meinem jetzigen Weg, der mich langsam zu Gott zurückführt. Wer von meinen Freunden mich erreichen will, kann dies, wie gesagt, weiterhin per Telefon, oder E-Mail tun, oder über andere Programme und Wege, die der PC anbietet. Ich bin nicht aus der Welt, ich konzentriere mich nur etwas mehr aufs Offline-Leben.

Ich werde hier sicher hin und wieder über meine Erfahrungen berichten. Und ich hoffe, dass ich insgesamt lerne, besser ohne diese Dinge auszukommen.

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