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Archive for Mai 2009

Langsam geht es nun nach oben
Werde dort hinaufgeschoben
In dem kleinen, off’nen Wagen
Den die Schienen voran tragen
Und ganz oben stoppt er nur für kurze Zeit
Vor mir gähnt der Abgrund offen
Und ich darf nicht einmal hoffen
Weiß genau, was mich erwarte
Wenn die Abfahrt erstmal startet
Komm, du Schicksal, noch einmal, ich bin bereit
Und da geht es schon hinunter
Kann nichts machen, nur da sitzen
Nur wer neu ist, schreit noch munter
Doch mich wird’s nicht mehr erhitzen
Bin schon viel zu oft gefahren
Festgehalten von dem Bügel
Über eins bin ich im Klaren:
Irgendwer kriegt nachher Prügel
Erscheint euch dies auch krank und wie der blanke Wahn
Schon lang bin ich Gefangener der Achterbahn

Und wir fahren durch die Kehren
Ich gab’s auf, mich zu beschweren
Welchen Sinn hat es zu motzen
Ich kann nicht einmal mehr kotzen
Habe, was im Magen war, schon längst verteilt
Stundenlang dieselbe Strecke
Hab gewünscht, daß ich verrecke
Würde gern bewußtlos werden
Doch auch das ist richtig schwer, denn
Längst hat mich die pure Agonie ereilt
Wenn die Techniker, die blöden
’nen Weg fänden, von der öden
Rundfahrt mich doch zu erlösen
Doch die machen nichts und dösen
Weiter geht’s durch Tal und Hügel
Dieser gottverdammte Bügel
Nehmt die Flex oder die Säge
Und befreit mich, sonst gibt’s Schläge
Bin ich erst frei, komm ich zurück mit einem Kran
Schon lang bin ich Gefangener der Achterbahn

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Ende

Furcht erfüllt mich
Meine Haut voll Gänsepocken
Und mein Mund von innen trocken

Es umhüllt mich
Ohne einen Weg zu lassen
Nicht zu sehen, nicht zu fassen

Nicht zu finden
Fern von Heil und Gottes Segen
Kann nicht fliehen, mich nicht regen

Und es schwinden
Mir die Kräfte, und ich stehe
Jetzt am Ende, und vergehe.

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Warum sollt‘ ein Schneegedicht ich schreiben?
Alle Bilder, alle Worte
Die den Schnee beschreiben können
Sind verbraucht an andrem Orte
Gar nichts wollten sie mir gönnen
Keine neuen Einfälle verbleiben

Warum sollte über Schnee ich dichten?
Viele andre Dichter gaben
Schon dem Fall der weißen Flocken
Form in Worten ganz erhaben
Oder aber knochentrocken
Wo sollt‘ ich da noch was neues sichten?

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Wasser

Wassertropfen, kleiner, runder
Der hier noch alleine geht
Tropfen, sammelt euch, ihr kleinen
glänzenden, ihr feuchten, feinen
Tropfen, auf daß mir entsteht
Aus dem Wasser ein gesunder
Trunk, der für mein Wohlbefinden
Seine Wirkung zeigen kann
Wenn der Trunk, der kühle, gute
Mich erfüllt mit frischem Mute
Angenehmes kann ich dann
Mit dem nützlichen verbinden.

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Gute Nacht

Guten Abend, gute Nacht
Oder aber guten Morgen
Wie man es im Netz so macht
Das sich um Zeit nicht braucht zu sorgen

Hier bei mir ist’s spät genug
Drum will ich für heute schließen
Gute Nacht mit Recht und Fug
Mögen süße Träume sprießen

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Um des Reimes willen
Schreibe ich die Zeilen
Die so eifrig eilen
Auf das Blatt Papier

Um den Drang zu stillen
Worte auszudrücken
Welten zu entzücken
Dafür bin ich hier

Bin doch nur geboren
Um den Reim zu schreiben
Ihn hinauszutreiben
In die weite Welt

Bin doch auserkoren
Kann es niemals lassen
Will die Welt so fassen
Wie es mir gefällt.

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Vor den müden, schweren Augen
Streckt sich aus das Leid der Welt
Groß in seiner ganzen Stärke
Und will mich auslaugen

Während manch zaghafter Blick
Noch auf all das Schöne fällt
Hat das Böse seine Werke
Schon vollbracht und kehrt zurück

Herrschaft sucht es, und es findet
Die, die sich beherrschen lassen
Und ihm ihren Glauben schenken
Wenn es Licht und Nacht verbindet

Vor den müden, schweren Augen
Ist es da, doch nicht zu fassen
Und es schleicht sich in mein Denken
Und ich wende mich ab.

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